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Angst essen Seele auf
Ein Spielfilm von Rainer Werner
Fassbinder
Als sich die
60-jährige Witwe Emmi Kurowski und der mehr als 30 Jahre jüngere
Gastarbeiter Ali kennen lernen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch
ihre Beziehung wird von immer neuen Krisen geschüttelt und droht
mehrmals zu zerbrechen. ARTE ehrt mit diesem Spielfilm den
Meisterregisseur, der am 31. Mai 2005 60 Jahre alt geworden wäre.
Emmi Kurowski hat ein hartes Leben hinter sich - und ihre Zukunft sieht
auch nicht gerade rosig aus. Sie ist seit Jahren verwitwet, ihre drei
Kinder sind längst aus dem Haus und weil sie "nichts Richtiges" gelernt
hat, muss sie sich ihren Unterhalt als Putzhilfe verdienen. Obwohl sie
allen Grund hätte, verbittert zu sein, hat sich Emmi ihre Lebensfreude
und ein offenes, liebenswertes Gemüt bewahrt. Als sie eines Abends in
einer arabischen Kneipe Unterschlupf vor dem Regen sucht, geschieht
etwas, mit dem sie schon lange nicht mehr gerechnet hat: Sie trifft den
Mann ihres Lebens.
Ali
ist Marokkaner, Gastarbeiter und gut 30 Jahre jünger als Emmi. Trotz
ihrer Unterschiede in Herkunft und Alter verbindet beide eine spontane
Vertrautheit. Noch in derselben Nacht werden sie ein Liebespaar, wenig
später heiraten sie. Doch die Romanze stößt überall auf Unverständnis
und Ablehnung. Emmis Arbeitskolleginnen schneiden sie, die
Hausgemeinschaft verurteilt ihr Verhalten als "Skandal" und Emmis Kinder
brechen sogar den Kontakt zu ihr ab.
Um
der wachsenden psychischen Belastung und der Flut von Vorurteilen und
boshafter Schikane zu entgehen, tritt das Paar einen Kurzurlaub an - und
erlebt bei seiner Rückkehr eine wundersame Überraschung. Alles scheint
verändert, Verwandte und Bekannte beginnen sich plötzlich mit dem jungen
Fremden zu arrangieren, gehen sogar auf die beiden zu. Mit dem
nachlassenden Druck von außen schwindet jedoch der Zusammenhalt zwischen
Emmi und Ali. Dieser beginnt sogar, seine frühere Geliebte wieder zu
treffen. Erneut droht die Beziehung
des ungleichen Paars zu zerbrechen.
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