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FRAUEN.
KRIEG. LUSTSPIEL.
von Thomas
Brasch
Zwei Frauen,
Rosa und Klara, Gefangene ihrer eigenen Vergangenheit, verlassen den Ort
ihrer Geschichte, die Wäscherei, nicht mehr. Draußen herrscht Krieg.
Durch eigene Verluste und Verletzungen geprägt, flüchten sie sich in die
Erschaffung einer eigenen Welt, ihrer persönlichen Wahrheit, welche sie
gleichfalls als Waffen gegeneinander benutzen. Es verwischen sich
Realität und Imagination, so dass es scheint, als seien sie nur noch
Trugbilder ihrer selbst. Ein Verwirrspiel zwischen Komik und Trauer.
Zwei Frauen,
Rosa und Klara, Gefangene ihrer eigenen Geschichten und Vergangenheit,
verlassen den Ort ihrer Geschichte, die Wäscherei, nicht mehr. Draußen
herrscht Krieg. Durch eigene Verluste und Verletzungen geprägt, flüchten
sie sich in die Erschaffung einer eigenen Welt, ihrer persönlichen
Wahrheit, welche sie gleichfalls als Waffen gegeneinander benutzen. Es
verwischen sich Realität und Imagination, so dass es scheint, als seien
sie nur noch Trugbilder ihrer selbst.
Thomas
Brasch hat mit seinem Stück "Frauen, Krieg, Lustspiele" eine
Spielanordnung, eine Laborsituation entworfen, in der er Strukturen und
Systemen mehr Aufmerksamkeit schenkt, als den Hintergründen. Das Handeln
der Figuren steht im Vordergrund und nicht so sehr die Frage nach dem
Warum.
Frauen.Krieg.Lustspiel"
Der Autor Thomas Brasch hat mit seinem Stück eine Spielanordnung, eine
Laborsituation entworfen, in der er Strukturen und Systemen mehr
Aufmerksamkeit schenkt, als den Hintergründen. Das Handeln der Figuren
steht im Vordergrund und nicht so sehr die Frage nach dem Warum.
Intensives, spannendes, experimentelles Theater.
Thomas
Brasch (l945)
Kind jüdischer Emigranten, wuchs seit 1947 in der SBZ/DDR auf, wo der
Vater hoher SED-Funktionär, zeitweise Stellvertretender Minister für
Kultur wurde. B. war 1956-61 Schüler an der Kadettenschule der
Nationalen Volksarmee, nach dem Abitur zunächst Schlosser und Setzer,
studierte 1964/65 in Leipzig Journalistik (Exmatrikulation wegen "existentialistischer"
Äußerungen und "Verunglimpfung führender Persönlichkeiten"); bis 1967 in
verschiedenen Berufen, dann Studium an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg,
1968 exmatrikuliert, verhaftet, Gefängnis wegen "staatsfeindlicher Hetze"
(B. hatte mit Flugblättern gegen den Einmarsch in die CSSR protestiert);
nach vorzeitiger Entlassung Arbeit am Brecht-Archiv, seit 1972
freiberuflicher Schriftsteller; wegen fehlender
Veröffentlichungsmöglichkeiten Wunsch nach "neuem Anfang", 1976 mit
Genehmigung der DDR-Behörden Übersiedlung nach West-Berlin. Er erhielt
u.a. 1977 den G.-Hauptmann-Preis, war 1981/82 Stipendiat der Villa
Massimo und bekam 1987 den Kleist-Preis.
Dramen, Hörspiele, Drehbücher (z.T. Bühnenms.): Das beispielhafte Leben
und der Tod des Peter Göring (mit L. Trolle), 72; Die argentinische
Nacht, 76; Rotter. Ein Märchen aus Deutschland, 77 (in: Theater heute
13/77; u.d.T. Rotter. Und weiter: Ein Tagebuch, ein Stück, eine
Aufführung, 78); Lovely Rita, 77 (in: Theater heute 2/77); Der
Papiertiger (in: Spectaculum 26), 77; Robert, ich, Fastnacht und die
anderen (Hsp.), 77; Lieber Georg, 79 (in: Spectaculum 30);
Domino. Ein Film, 82; Mercedes, 83 (in: Theater heute 12/83); Leon Segel
- Sie geht, sie geht nicht - Er baut ein kleines Haus außerhalb der
Stadt, 87 (alle entst. um 70, Erstdruck in: Arbeitsbuch Th.B.); Frauen.
Krieg. Lustspiel, 89; Nachspiel. Im Himmel, 90.

Romane, Erzählungen: Der Zweikampf (in: Die Rettung des Saragossameeres),
1976; Vor den Vätern sterben die Söhne, 77; Eulenspiegel, 77; Kargo 32.
Versuch auf einem untergehenden Schiff aus der eigenen Haut zu kommen (Prosa,
Lyrik, Dokumente), 77; Argentinische Straßengeschichten, 78; Der König
vor dem Fotoapparat, 81; Engel aus Eisen. Beschreibung eines Films, 81.
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Lyrik: Poesiealbum 89, 75; Der schöne 27. September, 80. - Essays: Der
dreibeinige Hund. Aufsätze zu Kunst und Macht, 83; Prozeß und Beule, 87
(entst. um 70, Erstdr. in: Arbeitsbuch Th.B.). -
Übersetzungen, Bearbeitungen, Nachdichtungen (z.T. Bühnenms.): N. Avila:
Hakims Geschichten, 75 (Druck: 81); A. Mickiewicz: Gedichte, 76; O.
Dragún: Geschichten zum Erzählen, 76; Herr Geiler (Farce nach Goethe),
77; G. Dalos: Meine Lage in der Lage (mit H.M. Enzensberger), 79;
Bericht vom Sterben des Musikers Jack Teagarden (nach
B. Vian), 79; A. Tschechow: Platonow (mit A. Breth), 79; Ders.:
Der Kirschgarten, 82 (in: Spectaculum 36); Ders.: Iwanow, 82; Ders.: Die
drei Schwestern, 83; W. Shakespeare: Was ihr wollt, 84; A. Tschechows
Stücke, 85; H. Brenton/D. Hare: Prawda, 86; P. Barnes: Rote Nasen, 86;
M. Gorki: Nachtasyl oder Die letzte Bleibe, 86; W. Shakespeare: Richard
III., 87 (in: Programmbuch 12 Burgtheater); LIEBE MACHT TOD oder Das
Spiel von Romeo und Julia. Nach Shakespeare, 90 (in: Programmbuch 6
Staatl. Schauspielbühnen Berlin); W. Shakespeare: Die Tragödie des
Macbeth, 92; Ders.: Wie es Euch gefällt, 93.
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