ENDLICH SCHLUSS

von Peter Turrini

Der Countdown läuft. Ein Mann, unverstanden und einsam, zählt sein Leben
nach, wie das Geld in seiner Brieftasche, das er plante und glücklich erlebte.
Es ist ein Spiel, wie das Leben selbst, das es sich ausdenkt. Er beginnt bei eins
und lässt Etappen seines Lebens Revue passieren. Was bleibt von diesem Spiel
übrig? Ist er Spieler oder Spielfigur? War alles umsonst? Es gibt nur einen
Weg es herauszufinden. Ein Stück über die Planbarkeit und Ausweglosigkeit
des Lebens.

 

Peter Turrini

Peter Turrini wurde am 26. September 1944 in St. Margarethen im Lavanttal/Kärnten als Sohn einer österreichischen Mutter und eines italiänischen Vaters geboren. Er wuchs in Maria Saal in Kärnten auf. Nach der Hauptschule besuchte ab 1958 die Handelsakademie in Klagenfurt und schloss diese 1963 erfolgreich ab. Von 1963-71 übte er verschiedene Berufe wie Handelsvertreter, Werbetexter, Holzfäller und Stahlarbeiter aus. Seit 1971 lebt er als freiberuflicher Schriftsteller in Wien und Retz (Weinviertel). Seit dem schreibt Turrini Theaterstücke, Drehbücher, Gedichte, Aufsätze und Reden. Er über setzt auch diverse Stücke und Hörspiele.

Sein ganzes Leben lang nimmt sich Turrini niemals ein Blatt vor dem Mund, mischt sich mit öffentlichen Reden und polemischen Essays immer wieder in politische Diskussionen ein. Im Januar 2000 verweigert er die Annahme des Kärntner Landesordens in Silber aus der Hand von Landeshauptmann Jörg Haider.

In seinen Stücken sind Außenseiter die Regel: die Armen, die Alten, die Krüppel, die Versager. Er liebt es, das Publikum zu provozieren mit

Der Dramatiker Peter Turrini zählt zu den bedeutendsten Bühnenautoren deutscher Sprache und seine Werke sind die am meissten aufgeführten Bühnenstücke Österreichs. Sie wurden auch in andere Sprachen übersetzt und seine Theaterstücke werden weltweit aufgeführt.

Grundsätzlich ist über Turrinis Werke zu sagen, dass Sie von der Lust an Provokation, der Infragestellung und Zerstörung von moralischen Werten und heimatlicher Idylle, schärfster Gesellschaftskritik und einem, nicht selten in die Vulgärsprache abdriftenden , Verbalradikalismus geprägt sind.

Schlagartig bekannt wurde Turrini im Jahre 1971 mit der Uraufführung seines Theaterstückes ,,Rozznjogd". Turrini stellte dieses Werk der Öffentlichkeit mit folgenden Worten vor: "Es geht zu Ende!!!! Zu Ende mit den Worten der Werbung, diesen Büroklammern der Sprache, die als Nägel von den Fingern des Wohlstandes gerissen werden:[...].Zu Ende mit den Worten der Liebe, diesen scheißigen und soufflierten EKG-Tönen der Sprache."

 

home